rennsteig.com       

02. Passt der Nennquerschnitt der Leitung zum Crimpkontakt?

Verarbeitungsrange - Querschnittsbereiche von offenen Crimphülsen

Die erste Grundvoraussetzung für eine gute und funktionierende Crimpverbindung ist die Zuordnung vom Nennquerschnitt der Leitung zum Crimpkontakt.

Ist diese Zuordnung nicht in Ordnung ist es gleichgültig mit welchem Equipment die Crimpverbindung erstellt wird. Das Ergebnis wird in diesem Fall NICHT den Qualitätsanforderungen entsprechen!

Jeder Kabelkonfektionär kennt das Problem wenn der Querschnitt nicht zu der Ausführung des Crimpkontaktes passt. Auch ist die Problematik der „Ranges“ beim Kontaktmaterial ist sehr wohl bekannt. Ein Querschnitt von 0,5 mm² soll in einem Kontakt mit einer „Range“ von 0,5 bis 1,4 mm² verarbeitet werden. (Ein reales Beispiel dass auch innerhalb unseres Seminarfilms zur Anschauung verwendet wird).

Das Ergebnis ist eine nicht i.O. Crimpverbindung (siehe Bild oben). Die Spitzen der Crimpflanken sind zu dicht an der Crimphülsenwand. Hier ist mindestens ein Abstand von einer halben Kontaktmaterialstärke einzuhalten.

Lageabweichungen der Crimphülse auf dem Amboss

Wird ein Crimpkontakt in ein Gesenk eingelegt geschieht das immer mit leichten Abweichungen zur optimalen Position. Das ist natürlich auch abhängig davon ob eine Positionierhilfe verwendet wird. (Ohne Positionierhilfe sind diese Lageabweichungen des Crimpkontaktes noch größer.) Die Konsequenz daraus ist, dass die Crimpflanken ungleichmäßig und einseitig einrollen.

Schliffbild - Crimpflanken rollen einseitig ein

Sind die Crimpflanken zu lang und rollen sie ungleichmäßig ein, berühren oder durchstoßen sie die Crimphülsenwand.

Schliffbild OK

Haben die Crimpflanken die richtige Länge ist die Position der Crimpflankenspitzen auch wenn die Crimpflanken nicht gleichmäßig einrollen immer noch einen ausreichenden Abstand zur Crimphülsenwand.

Darum ist es wichtig dass der Crimpkontakt explizit zum Nennquerschnitt der Leitung passt.

0.0/5 Bewertung (0 Stimmen)