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Lackdraht

LackdrahtDer Lackdraht ist ein massiver Kupferdraht der durch die Beschichtung mit einer elektrisch isolierenden Lackschicht für die Herstellung von Wickelgütern (Relais, Spulen, Transformatoren etc.) verwendet werden kann.

Eine andere geometrische Formen ist das Flachband aus Kupfer.

Durch die relativ dünne Isolierschicht des Drahtes mit dem Lack wird im Vergleich zu anderen Isolationen, mit den gleichen Isoliereigenschaften, eine große Gewichtseinsparung und Packungsdichte erzielt.

Bei der Herstellung von Lackdrähten wird der isolierende Lack bei bis zu 600° C auf die Kupferoberfläche eingebrannt. Dabei wird der Lackier- und Einbrennvorgang mehrfach wiederholt (6 bis 20 mal). Dadurch wird eine glatte und porenfreie Beschichtung mit einer runden Geometrie erreicht.

Der Lack besteht aus Lösungen von Polymeren die sich bei der Verarbeitung „vernetzen“ und so diese dichte, unlösliche Beschichtung bilden.

Bei der Weiterverarbeitung von Lackdraht muss sichergestellt werden, dass die isolierende Lackschicht im Kontaktierbereich entfernt ist um eine optimale elektrische Verbindung zu erreichen.

Chemische Entfernung: Das Eintauchen in entsprechende Säuren ist Gesundheitsgefährdend und nur mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen empfehlenswert. Dabei besteht die Gefahr, dass auch das Kupfer selber angegriffen wird.

Thermische Entfernung: Beim „Wegbrennen“ des Lackes können giftige Dämpfe entstehen. Eine entsprechende Absaugung muss vorhanden sein.

Es gibt Lackdrähte die mit Polyurethanlacken beschichtet sind können auch direkt gelötet werden. Die erforderliche Temperatur muss dabei über 340° C liegen. Auch hier entstehen gesundheitsschädliche Dämpfe die abgesaugt werden müssen.

Mechanische Entfernung: Das händische „Wegkratzen“ durch klingen oder mit Hilfe von Schleifleinwand ist nicht für höhere Stückzahlen geeignet. Hier gibt es entsprechende Abisoliermaschinen mit denen der Lack sicher entfernt werden kann (siehe Video).

Direkte Weiterverarbeitung von Lackdrähten

Splicetechnik:
Hier wird der Lackdraht mit einem Crimpkontakt verpresst. Die Oberflächen des Kontaktmaterials sind so gestaltet, dass die Lackschicht durchbrochen wird und eine gute elektrische Verbindung entsteht.

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